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Alles was in einer kleinen Brockhaus Ausgabe über
einen der größten deutschen Komiker, Schauspieler und
Dichter(?) dieses Jahrhunderts zu finden ist, sind knappe zwei Zeilen.
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Lebenslauf (1)|
Als ich vor 55 Jahren geboren wurde, war ich noch sehr jung.
Meine Eltern waren gerade nicht zuhause. Sie waren auf dem Feld. Sie holten dort Kartoffeln. Das machten sie immer so, denn es war nicht unser Feld. Jetzt ist mein Vater im Gefängnis. ... wegen seines Glaubens; er hatte geglaubt die Miete nicht zahlen zu müssen. Ich war nicht alle Kinder. Ich hatte noch 20 Geschwister, davon 10 Brüder, 9 Schwestern und einen Blindgänger ..................... ich. Wir Jungen heißen alle Emil, bis auf Fritz - der heißt Paul. Wir schliefen alle in einem Zimmer mit Gasmasken. Das Handtuch stand hinter der Tür. Da wir nur ein Bett hatten, war es mit dem Schlafen sehr schwierig. Das erste Kind wurde ins Bett gebracht und wenn es schlief wieder herausgenommen und an die Wand gestellt. Dann kam das nächste Kind an die Reihe. Mit dem Erwachen war es etwas schwierig. Ich bin einmal 14 Tage stehen geblieben. Wir waren eine sehr musikalische Familie. Meine Mutter nähte auf einer Singer Nähmaschine. Mein Vater war Pianoträger. Einer meiner Brüder war Sänger. Er sank immer tiefer. Jetzt brummt er schon zwei Jahre. Am musikalischsten war meine Schwester. Die ging bei der Geburt flöten. Wir waren alle eine sehr intelligente Familie. Mein Bruder ist in der Heidelberger Universität. Er steht dort in Spiritus, denn er hatte zwei Köpfe. Ein anderer Bruder ist Verwandlungskünstler. Der geht in ein Cafe mit einem alten Mantel und kommt mit einem neuen heraus. Ein anderer ist Klempner. Was der am Tage klemmt, wird am Abend verlötet. Ein anderer ist im Stadtbad tätig. Es steht dort als Brause, weil er einen Wasserkopf hat. Meine Schwestern waren alle furchtbar dünn. Die eine musste immer zweimal ins Zimmer kommen, damit man sie sah. Eine hat jetzt Zwillinge bekommen. Die sahen sich sehr ähnlich, besonders der eine. Als ich sechs Jahre war, kam ich in die Schule. Ich war immer der Liebling meiner Lehrer. Verschiedene Klassen durfte ich zweimal besuchen, während die anderen in eine andere Klasse mussten. Einmal fragte mich der Lehrer Welchen Beruf hatte Goethes Faust? Damenschneider sagte ich, Als er zu Gretchen kam, rief er: Hier möchte ich säumen. In der Rechenstunde sagte der Lehrer Ihr zahlt beim Fleischer 30DM, beim Bäcker 10DM und beim Kaufmann 15DM Schulden. Wieviel zahlt ihr dann zusammmen? Da sagte ich Das weiß ich nicht, denn da ziehen wir immer um. Brachten wir schlechte Zeugnisse mit nach Hause bekamen wir mit dem Ausklopfer. Brachten wir gute mit, bekamen wir einen Groschen für die Spardose. War die voll, wurde wieder ein neuer Ausklopfer gekauft. Dann kam ich zu einem Schmied in die Lehre. Der sagt zu mir Wenn ich nicke, haust du zu. Der hat nie wieder genickt. Anschliessend wurde ich Vertreter. Mein neuer Chef fragte mich nach meinem früheren Beruf. Ich sagt nur Ich habe den Ölsardinen die Augen zugedrückt, bevor die in die Büchsen kamen. Ihm fiel auf, daß ich eine sehr langsame Aussprache hatte und er fragte mich, ob ich überhaupt etwas schnell machen könnte. Ja, sagte ich ich werde immer schnell müde. Er stellte mich dann doch ein. Ich hatte die Städte Hamburg, Bonn, Köln, Hannover, Dresden, Leipzig und zurück nach Berlin zu besuchen. Das alles in acht Tagen. Als ich zum Bahnhof kam, traf ich meinen alten Freund Karl. Mensch Emil, wollen wir nciht zusammen fahren? Nee sagte ich, ich bin schon zusammengefahren, als ich dich sah. Übrigens Emil hast Du deinen Hut verkehrt auf. Wieso? fragte ich dann Du kannst doch nicht wissen in welche Richtung ich fahre. Die Eisenbahn ist doch eine herrliche Einrichtung dachte ich mir. Grund zu diesem Lob gab mir der Herr gegenüber. Er fuhr von Bonn nach Hamburg und ich von Hamburg nach Bonn nur mit dem Unterschied, daß er so und ich so herum saß. Unterwegs zählte er die Schafe. Einmal kam ich ihm zuvor. 62 sagte ich. Wie konnten Sie das so schnell herausbekommen? fragte er mich. Ja sagte ich, Ich habe die Beine gezählt und dann durch vier geteilt. Als ich von meiner Reise zurück kam, kam mir mein Chef mit offenen Armen entgegen. Wunderbar sagte er. Sie sind der erste, der das in dieser Zeit geschafft hat. Wo sind die Abschlüsse? Was für Abschlüsse? fragte ich. Ich bin froh, daß ich die Anschlüsse erreicht habe. Dann kam ich zum Theater, doch da dieses noch im Bau war, sang ich da die Arie Heinrich rühr du den Kalk, bei mir gibts lauter Klumpen. Dann spielte ich im Wildschütz mit, ich spielte die wilde Sau. In einem anderen Stück hatte ich auf die Bühne zu kommen und zu sagen: Sie kommen noch nicht. Als ich in meiner Ritterausrüstung auf der Bühne erscheine, entdecke ich vor mir einen kleinen Kasten, aus den eine Frau herausguckte und mir zuflüsterte Sie kommen noch nicht. Da habe ich nur gesagt Dann eben nicht und bin wieder gegangen. Der Direktor sagte ich sei unbezahlbar. Ich habe dann auch kein Geld bekommen. Dafür gab er mir die Hand ..... mitten ins Gesicht. Wenn man nichts kann und nichts weiss, bleibt nur noch ein Ausweg. Man wird Polizist. Mein Wachhabender zeigte mir mein Revier und erklärte. Bis zum Rotlicht da hinten müssen Sie gehen. Ich zog los. Nach 15 Tagen kam ich zurück. Es war das Schlußlicht eines Ferntransporters, der nach Hamburg fuhr. Eigentlich wollte ich heute garnicht kommen, ich habe mich selbst über mich geärgert. Da hab ich mich sitzen lassen und bin gegangen. Unterwegs habe ich noch einmal angerufen, aber ich war nicht mehr da. Ich stehe hier nur rum, um mein Konto aufzufrischen. Früher hatte ich ein Soll und Haben Konto. Heute habe ich ein Sollgehabt Habenkonto. Bevor ich subtrahiere, ich meine abziehe, möchte ich noch ein Gedicht bringen:
Im Wasser sah es umgekehrt aus .... der Bach ....... ach. |
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Verrat Spinne, Spinne, spinne du ruhig weiter, ich schau zu. Bald kommt eine Fliege dann, die sich nicht befreien kann, saugst ihr Blut aus, Glied für Glied. Wünsch dir guten Appetit! | |
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Fliege, Fliege, fliege nur ruhig weiter durch den Flur. Doch die Ecke mußt du meiden, Willst du nicht entsetzlich leiden, denn dort hängt ein Spinnennetz! Böse, Spinne, daß ich petz'? |
Lebenslauf (2)|
Ich war von frühester Jugend an allein. Selbst als ich geboren
wurde, war ich allein. Meine Eltern waren gerade auf dem Acker und holten
Kartoffeln. Der Acker war zwar nicht von uns, aber wir holten immer unsere
Kartoffeln da. Dem Manne, dem der Acker gehörte, machte das nichts
aus, denn er war sehr reich. Das sah man schon daran, daß er ein
Haus mit eingebauter Eieruhr hatte, denn wozu brauchen Eier zu wissen,
wie spät es ist.
Wir waren zu Hause drei Brüder. Alle hießen Max, nur der
Otto hieß Wilhelm. Als ich größer wurde, kamn ich in die
Schule. Leider war der Lehrer sehr dumm. Er wusste gar nichts. Und alles,
was er nicht wusste, fragte er mich. Aber ich habe ihm nie etwas gesagt.
Also, ohne Übertreibung kann ich von mir sagen, daß ich immer
der erste war - auf dem Heimweg! Morgens kam ich meist zu spät, dafür
durfte ich aber mittags länger bleiben. Einmal wollte unser Lehrer
von mir wissen wieviel die Hälfte von 13 sei. Da ich es nicht wusste,
sagte ich, viel könne es nicht sein!
Als ich meinen Kinderschuhen entwachsen war, kauften mir meine Eltern
ein paar neue. Außerdem begann für mich die Lehrzeit. Mir war
zwar noch nicht ganz klar, was ich den werden wollte, aber schließlich
kam ich zum Fleischer. Also, was der Kerl nicht alles in die Wurst getan
hat! Als ich einmal zu ihm sagte Wenn das rauskommt,
was da rein kommt, dann kommen Sie rein und nie wieder raus!
Da durfte ich mir eine andere Lehrstelle suchen. Nun kam ich zu einem Schmied.
Er gab mir einen großen Hammer, führte mich zu einem Amboß
und sagte Jedesmal, wenn ich mit dem Kopf nicke,
haust du drauf, aber er hat nur einmal genickt.
Nach seiner Beerdigung trat ich in die Lehre als Kaufmann ein. Da blieb
ich aber nicht lange. Eines Tages bekam ich einen Krampf in die Hand, ausgerechnet
dann, als sie sich in der Ladenkasse befand. Mein Prinzipal musste mich
falsch verstanden haben, denn er drückte mir beide Daumen ins Gesicht
und sagte, ich würde mich zu diesem Beruf nicht eignen.
In meiner Jugend schwärmte ich schon immer für Bilder. Also
ging ich zu einem Fotografen. Da blieb ich aber auch nicht lange. Der Kerl
fixierte mich dauernd. Außerdem behauptete er, ich sei in meiner
Jugend zu wenig belichtet worden, und man habe mir eine falsche Birne eingeschraubt.
Mittlerweile wurde meine künstlerische Natur geweckt. Ich ging zur Bühne. Dort hatte ich nur tragende Rollen zu spielen. Ich musste regelmäßig zwei Eimer Wasser über die Bühne tragen. Das war mir natürlich zu wenig. Darauf lenkte mein Direktor ein, daß ich jetzt immer drei Eimer Wasser über die Bühne tragen dürfte. Einmal war es mir schon den ganzen Tag schlecht. Deshalb nahm ich einige Kognaks zu mir. Es waren nur 36 Stück. Als ich abends vor dem Direktor stand, kam mir plötzlich das ganze Essen auf den schönen blauen Anzug. Er schrie mich an Sie Schwein! Das konnte ich mir natürlich nicht gefallen lassen. Ich sagte ihm Wenn ich ein Schwein bin, dann sehen Sie sich erstmal selber an und sagen mir, was Sie sind! Aber die meisten Menschen können die Wahrheit nicht vertragen. Jedenfalls habe ich keine Stelle mehr angenommen. Dann habe ich meiner künstlerischen Neigung freien Lauf gelassen und bin ein Dichter geworden. Ich habe viele Gedichte gemacht. Ich gestatte mir, eins vorzutragen: |
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Der Baum
Der Baum hat Äste, |
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Warum die Zitronen sauer wurden Ich muß es wirklich mal betonen - ganz früher waren die Zitronen, (ich weiß nur nicht genau mehr wann dies - gewesen ist) so süß wie Kandis.
"Wir Zitronen, wir wollen groß sein wie Melonen! Auch finden wir das Gelb abscheulich, wir wollen rot sein oder bläulich!" "Daraus kann nichts werden, ihr müsst so bleiben! Ich bedauer!" - Da wurden die Zitronen sauer.... |
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Der Eisbär ist im Netz seit 28. April 1997